Wie wird ein Kredit ohne Schufa ausgezahlt?

Ist der Kreditvertrag in trockenen Tüchern, wird der Wunschbetrag ausgezahlt. Doch wie gelangt das Geld zum Empfänger? Bei Krediten – auch solchen ohne Schufa – ist und bleibt die Überweisung die gängigste und auch sicherste Methode, das Geld von der Bank respektive dem Vermittler zum Kunden zu transferieren. Doch es gibt auch andere Optionen, wie die Auszahlung „postbar“ oder den Scheck.

Einfach, sicher, schnell: die Überweisung

Dass sich die Überweisung im Kreditgeschäft durchgesetzt hat, liegt schlichtweg daran, dass beliebige Beträge sehr schnell von A nach B gebucht werden können und der „Weg“ des Geldes für beide Seiten nachvollziehbar ist. Kreditnehmer nennen dazu im Antrag ganz einfach ihre Bankverbindung, bestehend aus Kontonummer und Bankleitzahl. Das Kreditinstitut muss diese Daten nur noch in das Überweisungsformular übernehmen und den Kreditbetrag ergänzen. In der Regel dauert es dann maximal drei Arbeitstage, ehe die Buchung auf dem Kontoauszug ersichtlich ist und der Betrag abgehoben werden kann.

Bei einer Überweisung erfährt die Bank vom Kredit

Das einzige Problem bei einer Überweisung, sofern es denn überhaupt ein Problem darstellt: Die Hausbank erfährt unweigerlich davon, dass ein Kredit ohne Schufa aufgenommen wurde. Das lässt sich nicht vermeiden, weil die Buchung im System gespeichert ist und jederzeit wieder aufgerufen werden kann. Wer nicht möchte, dass die Bank Wind von dem schufafreien Kredit bekommt, muss sich erkundigen, ob auch alternative Auszahlungsmethoden angeboten werden.

Alternativen: postbar und Scheck

Eine Option wäre, sich das Geld postbar auszahlen zu lassen. In dem Fall klingelt der Postbote und bringt den gewünschten Betrag – nicht zu verwechseln mit der Postanweisung, die eingestellt wurde. Der Kunde muss sich gegenüber dem Zusteller ausweisen, damit das Geld auch tatsächlich beim Kreditnehmer und nicht bei einer dritten Person landet. Bei dieser Methode ist der Betrag nach oben hin allerdings begrenzt. Diese Einschränkung gibt es bei Zahlungsanweisungen und Barschecks nicht. Wer sich für eine dieser Varianten entscheidet, ist gut beraten, sich über die Kosten zu informieren. Das Geld vom Zusteller bringen zu lassen, ist die teuerste Art, einen Kredit zur Auszahlung zu bringen. Die Gebühren gehen dann zulasten des Kreditnehmers, ebenso bei Anweisungen und Schecks. Ob sich der Aufwand und die Kosten lohnen, muss jeder für sich entscheiden.