Was ist ein Kreditvermittler?

Kreditvermittler sind Finanzdienstleister. Wie der Name bereits verrät, besteht ihre Aufgabe darin, Kredite bzw. Kreditgeber zu vermitteln. Das heißt, die Unternehmen verleihen kein Geld, sondern bringen Antragsteller und Banken gewissermaßen an einen Tisch. Für diese Arbeit verlangen sie eine Provision, die bei seriösen Vermittlern nur dann in Rechnung gestellt wird, wenn auch tatsächlich ein Kreditvertrag zustande kommt.

Vorteil: das Bankenportfolio

Dass Darlehen, die über einen Kreditvermittler realisiert werden, aufgrund des Salärs erheblich teurer sind, als Kredite, die ohne Umwege direkt bei einer Bank aufgenommen wurden, ist eine weitverbreitete Annahme. Sie lässt sich anhand von Kreditvergleichen in den meisten Fällen widerlegen. Denn Kreditvermittler arbeiten mit mehreren Banken im In- und Ausland zusammen, darunter auch kleinere Privatbanken, die zum Teil deutlich günstigere Konditionen bieten als die große Konkurrenz. Der zweite Vorteil des Bankenportfolios, das bisweilen über 100 Kreditinstitute umfasst: Im Rahmen der Vermittlung nehmen die Firmen gleich einen hausinternen Kreditvergleich vor. Sie suchen also nicht einfach nur nach einer Bank, die bereit wäre, den gewünschten Kredit zu vergeben, sondern gezielt nach dem besten Angebot.

Vermittlung von Krediten ohne Schufa

Für Verbraucher mit einem negativen Eintrag bei der Schufa Holding AG sind Kreditvermittler, zumindest in der Bundesrepublik, häufig die einzigen Ansprechpartner. Dank der Kontakte ins Ausland, vornehmlich der Schweiz und Liechtenstein, können die Unternehmen auch Kredite ohne Schufa anbieten. Seriöse Firmen weisen dabei sofort auf die Bedingungen hin, statt unhaltbare Versprechen zu machen.

Die Kreditabwicklung

Der Ablauf bei einer Kreditaufnahme über einen Vermittler ist bei normalen Krediten und Offerten ohne Beteiligung der Schufa weitgehend gleich. Der Interessent fragt über ein Formular einen Kredit an und macht erste Angaben zur Person und zum Einkommen. Dabei kann auch gleich festgelegt werden, ob eine Schufa-Anfrage erfolgen soll oder nicht. Viele Vermittler empfehlen, die Auskunftei nicht ganz auszuklammern, weil der Wunschkredit in einigen Fällen trotz Schufa-Eintrags bewilligt werden kann. Das wird anhand der Kundendaten sowie der Konditionen und Vergaberichtlinien der Banken geprüft. Gibt eines der Kreditinstitute grünes Licht für den Kredit, erhält der Antragsteller bei seriösen Vermittlern ein unverbindliches und bis dahin auch kostenloses Angebot. Stimmt der Kunde den Bedingungen zu, müssen zwei Verträge unterschrieben werden. Zum einen der Vermittlungsvertrag mit dem Kreditvermittler, zum anderen der Kreditvertrag mit der Geld gebenden Bank. Die Provision für den Vermittler ist erst dann fällig, wenn der Wunschbetrag ausgezahlt wurde und die gesetzliche Widerrufsfrist verstrichen ist.