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Einkommensnachweis

Ohne Einkommen kein Kredit: Auf diese einfache Formel lässt sich eine der Grundregeln der Kreditvergabe bringen. Der Antragsteller muss mit seinem Gehalt in der Lage sein, den Lebensunterhalt und die Kreditraten zu bestreiten. Um prüfen zu können, ob das der Fall ist oder ob die Bezüge gegebenenfalls nicht ausreichen, um den Kredit zu tilgen, verlangen Banken einen Einkommensnachweis. Je nach beruflicher Stellung – Angestellter, Arbeiter, Unternehmer, Freiberufler – müssen dazu unterschiedliche Papiere eingereicht werden, aus denen sich das monatliche Einkommen ableiten lässt.

Belege für die Bonitätsprüfung

Benötigt wird der Einkommensnachweise für die Einnahme-Ausgaben-Rechnung im Rahmen der Bonitätsprüfung. Dabei stellen Kreditinstitute das Gehalt den laufen Ausgaben wie Miete, Versicherungen, Lebenshaltung und Vereinsbeiträgen gegenüber. Entscheidend ist dabei, was unter dem Strich steht. Die Zahl muss höher sein als die geplante Kreditrate. Bei einigen Krediten ohne Schufa wird auch ein Mindesteinkommen vorgeschrieben, das sich an der Zahl der Personen im Haushalt orientiert. Diese Vorgaben basieren dann in der Regel auf Erfahrungswerten. Ist das Einkommen niedriger, gibt es die rote Karte. Liegt es über der Grenze, stellt der gewünschte Kredit in der Regel kein Problem dar.

Lohnstreifen, Arbeitsvertrag und Verdienstbescheinigung

Wie der Einkommensnachweis zu erfolgen hat, richtet sich nach dem beruflichen Status. Arbeitnehmer, also Angestellte und Arbeiter, fügen dem Kreditantrag ganz einfach den Lohnstreifen bei, den sie Monat für Monat erhalten. Je nach Bank müssen zwei oder auch drei dieser Gehaltsabrechnungen vorgelegt werden, bisweilen auch der Arbeitsvertrag, der Auskunft darüber gibt, ob es sich um eine unbefristete Anstellung handelt, und eine separate Verdienstbescheinigung des Arbeitgebers.

Der Einkommensnachweis bei Selbstständigen

Von Selbstständigen und Freiberuflern werden deutlich mehr Unterlagen verlangt. Das hat den einfachen Grund, dass sie kein festes Einkommen beziehen und es im Laufe der Zeit immer mal wieder zu Schwankungen kommen kann. Läuft es einen Monat gut, können die Einnahmen im nächsten Monat schon wieder mau sein. Deshalb setzen Banken auf einen langfristigen Überblick, weshalb Unternehmensgründer kaum Chancen auf einen Kredit haben. In der Regel müssen zwei Jahresabschlüsse, die betriebswirtschaftliche Auswertung und die Einkommensteuerbescheide der vergangenen zwei Jahre eingereicht werden. Die exakten Vorgaben macht auch hier die Bank. Bei weiteren Einnahmen, zum Beispiel Miet- oder Pachteinnahmen sowie Renten, müssen ebenfalls Einkommensnachweise erbracht werden.