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Ratenverzug

Von Ratenverzug sprechen Banken, sobald ein Kreditnehmer seine Kreditrate nicht bzw. nicht termingerecht bezahlt. Das kann passieren, wenn das Konto zum Zeitpunkt der Ratenzahlung nicht ausreichend gedeckt ist. Dann kommt es zu einer Rücklastschrift, die wiederum mit Kosten verbunden ist, die der Kunde zu tragen hat. Problematisch wird es, sobald auch der zweite Versuch scheitert, die Raten einzuziehen. Reagiert der Kreditnehmer nicht auf die Zahlungsaufforderungen und Mahnungen, wird der Kreditvertrag von der Bank gekündigt, die gesamte Restschuld auf einen Schlag eingefordert und der Vorgang der Schufa gemeldet – sofern es sich um einen regulären Ratenkredit und nicht um einen Kredit ohne Schufa handelt.

Welche Konsequenzen hat ein Ratenverzug?

Unangenehm ist ein Ratenverzug immer. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Rate bewusst nicht überwiesen wurde bzw. nicht abgebucht werden konnte, weil kein Geld da ist, oder ob man den Termin schlichtweg verschlafen hat. Vermerkt und mit Verzugszinsen geahndet wird der Verzug in jedem Fall. Für den Kunden heißt das: Seine Bonität erscheint in einem deutlich schlechteren Licht – zumindest bei der Bank, die den Kredit bewilligt hat. Deshalb sollte bei Verzug sofort reagiert und die Rate nachgezahlt werden. Reagiert der Kunde nicht auf die ersten, zumeist noch freundlichen Hinweise auf den Zahlungsverzug, folgen in der Regel mehrere Mahnstufen und ein Inkassoverfahren, wodurch die Kosten immer weiter in die Höhe schnellen.

Bis zur Kündigung des Kredites durch die Bank verstreicht zwar einige Zeit, weil auch Kreditinstitute sich an die Spielregeln halten müssen. Doch wenn es so weit kommt, ist der Restbetrag fällig und wird die Bank die Sicherheiten in Anspruch nehmen. Bei einem Immobiliendarlehen würde das Haus bzw. die Wohnung verwertet. Bei normalen Ratenkrediten – auch bei Krediten ohne Schufa – wird der Lohn gepfändet. Hinzu kommt ein negativer Eintrag bei der Schufa mit allen Konsequenzen. Wenn für den Kredit ein Bürge gestellt wurde oder ein zweiter Kreditnehmer im Vertrag aufgeführt ist, wird die Bank die Forderungen bei der entsprechenden Person geltend machen, und zwar ohne größere zeitliche Verzögerung.

Wie lässt sich ein Ratenverzug vermeiden?

Werden die Raten per Lastschrift eingezogen, sollten Kreditnehmer stets darauf achten, dass ihr Girokonto ausreichend gedeckt ist. Gleiches gilt selbstredend auch für Überweisungen, wobei in dem Fall auch der Termin beachtet werden muss. Zeichnet sich ab, dass die Rate nicht gezahlt werden kann, gilt es, umgehend mit der Bank zu sprechen. Das ist zwar nicht sonderlich angenehm, zeigt aber die Bereitschaft, sich mit dem Problem auseinanderzusetzen. In der Regel lassen sich dann Lösungen erarbeiten, von der kurzfristigen Ratenaussetzung bis zur Neukalkulation mit niedrigen Raten und einer längeren Laufzeit.