Schufa

Nur wenige Dienstleistungsunternehmen haben mit so vielen Vorurteilen zu kämpfen wie die Schufa Holding AG. Alleine schon der Name der Auskunftei ruft bei vielen Verbrauchern ein gewisses Unbehagen hervor, das in den meisten Fällen völlig unbegründet ist.

Hinter diesen Vorbehalten steht in aller Regel ein völlig falsches Bild von dem, was die Schufa leistet. Bekannt ist lediglich, dass sie Daten „sammelt“. Bereits diese Aussage ist nur bedingt richtig und unterstreicht einmal mehr, wie wichtig es ist, auch einmal hinter die Fassade zu gucken. Diese Aufgabe übernehmen unsere Ratgeber. Sie erklären, welche Aufgaben die Schufa übernimmt, welche Daten hinterlegt sind, wie sie gedeutet werden und welche Konsequenzen einzelne Informationen unter Umständen haben können.

Die Geschichte der Schufa

Um sich ein erstes Bild von der Schufa machen zu können, lohnt sich ein Blick in die Geschichte des Unternehmens. Die Historie macht relativ deutlich, welche Art von Dienstleistungen seitens der Schufa erbracht wird.

  • 1927: Die Berliner städtische Elektrizitäts-Aktiengesellschaft (BEWAG) bietet ihren Stromkunden an, Elektrogeräte auf Raten zu kaufen. Um später auf Erfahrungswerte zum Zahlungsverhalten der Kunden zurückgreifen zu können, wird eine Positivliste erstellt. Auf diese Informationen konnte dann bei weiteren Geschäften zurückgegriffen werden. Aus der Idee erwuchs die „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ – die Mutter der heutigen Schufa.
  • 1930: Die Positivliste hat sich bewährt und wird auch in anderen Städten genutzt, etwa in Dortmund. Im Laufe der kommenden Jahre werden 13 Schufa-Gesellschaften gegründet, die auch die Daten anderer Geschäfte und Händler speichern.
  • 1952: Inzwischen gibt es 34 Niederlassungen der Schufa. Daraufhin wird der Bundes-Schufa e.V. gegründet.
  • 1970: Die Schufa stellt auf die elektronische Datenverarbeitung um.
  • 2000: Die einzelnen Regionalgesellschaften und der Bundes-Schufa e.V. verschmelzen zur heutigen Schufa Holding AG, die ihren Schwerpunkt im Informations- und Entscheidungsmanagement sowie den Scoring-Services sieht.

Vom Prinzip her hat sich an den Aufgaben der Schufa seit der Gründung nicht viel geändert. Die Auskunftei hat sich lediglich den Ansprüchen der Zeit angepasst und sieht sich selbst als „dynamisches, kunden- und zukunftsorientiertes Unternehmen“. Zudem bemüht sich die Schufa seit einigen Jahren, transparenter zu werden. Das gilt zwar nicht für alle Bereiche. Insbesondere beim Scoring umgibt die Auskunftei noch ein wenig der Hauch des Geheimnisvollen. Doch ansonsten kann das Informationsangebot rund um das Unternehmen und die Leistungen, ob nun für Verbraucher oder Firmenkunden, inzwischen durchaus als vorbildlich betrachtet werden.