Ändert sich der Score im Laufe der Zeit?

Der Schufa-Score ist kein statischer, sondern ein dynamischer Wert. Er passt sich gewissermaßen der Finanzhistorie an und wird regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht. Heißt: Werden der Schufa-Akte neue Informationen hinzugefügt oder ältere Daten gelöscht, weil sie nicht mehr zutreffen oder die Speicherfrist abgelaufen ist, ändert sich auch der Scorewert. Der Basisscore, den jeder Verbraucher in der kostenlosen Selbstauskunft findet, wird zum Beispiel alle drei Monate neu berechnet. Dieser Wert ist allerdings nicht mit den branchenspezifischen Scores gleichzusetzen, die die Vertragspartner erhalten.

Beispiele für Score-Anpassungen

Um den dynamischen Prozess hinter dem Scoring-Verfahren zu erläutern, hier ein paar einfache Beispiele:

  1. In der Schufa-Akte stehen zwei Mobilfunkverträge, zwei Kreditkarten, ein Girokonto und ein Ratenkauf bei einem Versandhaus. Kündigt die Person nun eine der beiden Kreditkarten und den zweiten Handyvertrag, reduziert sich damit die Zahl der finanziellen Verpflichtungen. Das spiegelt sich dann auch im Score wider, der aufgrund der neuen Aktenlage etwas besser ausfällt. In welchem Maße, ist leider nicht oder nur sehr schwer nachvollziehbar.
  2. Sind in den Unterlagen der Schufa bislang nur ein Girokonto und ein Mobilfunkvertrag vermerkt, dürfte der Basisscore sich auf einem sehr hohen Niveau bewegen und absolut im grünen Bereich sein. Unberücksichtigt der sonstigen finanziellen Verhältnisse ist der Kunde somit absolut kreditwürdig. Kommen nun eine Kreditkarte und ein Ratenkredit hinzu, verschlechtert sich der Score. Zum einen, weil der Kredit eine finanzielle Belastung darstellt. Zum anderen, weil auch die Kreditkarte – sofern es sich nicht um eine Prepaid-Kreditkarte handelt – mit Verpflichtungen einhergeht. Auch hier gilt: Wie stark sich der Score verändert, lässt sich leider nicht vorhersagen.

Den Score verbessern

Verbrauchern, die ihren Score verbessern wollen, rät die Schufa, stets einen Überblick zur Gesamtsumme der finanziellen Verpflichtungen zu haben. Sie müssen in einem angemessenen Verhältnis zum Einkommen stehen. Wer also über seine Verhältnisse lebt, torpediert damit seine Kreditwürdigkeit. Gleiches gilt für Kunden, die ihre Kreditverträge nicht vertragsgemäß erfüllen, die Kreditlinie – zum Beispiel beim Girokonto – überziehen oder bei Rechnungen schludern. Wenn einmal eine Zahlung nicht fristgemäß erfolgt, was durchaus passieren kann, sollte dieser Fehler so schnell wie möglich ausgebügelt werden. Hält man sich an diese Spielregeln, ist der Schufa-Score nicht „gefährdet“.