Wovon wird der Score beeinflusst?

Das Scoring-Verfahren der Schufa basiert auf einer Vielzahl von Informationen und Daten. Die genaue Berechnungsgrundlage ist allerdings geheim, was immer wieder Anlass zu Diskussionen und der Forderung gibt, die Schufa möge ihr Verfahren offenlegen. So weit ist es noch nicht. Gleichwohl bemüht sich die Schufa Holding AG, mit Irrtümern aufzuräumen, die im Zusammenhang mit dem Score immer wieder auftauchen. Im Infoblatt zur Scoreübersicht nennt das Unternehmen die Datenarten, die in die Scoreberechnung einfließen können.

Datenarten für den Score

Im Infoblatt zur Score-Übersicht nennt das Unternehmen die Datenarten, die für die Berechnung des Scores von Belang sein können.

  • Besonders wichtig für den Score bei Kreditgeschäften sind bisherige Zahlungsstörungen. In den Score fließt daher unter anderem ein, wenn Kunden ihre Verpflichtungen in der Vergangenheit nicht ordnungsgemäß erfüllt haben. Berücksichtigt wird darüber hinaus, welcher Art die Zahlungsstörungen waren und wie lange sie anhielten.
  • Ausgewertet wird auch die Kreditaktivität der vergangenen zwölf Monate. Sprich: Die Schufa schaut beim Scoring-Verfahren darauf, wie oft Kredite angefragt und tatsächlich abgeschlossen wurden.
  • Wenn Kreditverträge unterschrieben wurden, sind Anzahl, Art, Dauer und Umfang der Kreditgeschäfte wesentliche Merkmale der Scoreberechnung.
  • Unter dem Punkt Kredithistorie versteht die Schufa Holding AG, wie lange dem Unternehmen Kreditbeziehungen bekannt sind. Das gilt zum Beispiel für das Girokonto (Dispositionskredit) oder Kreditkarten. Eine lange Historie steht dabei laut Auskunftei für Erfahrungen im Umgang mit finanziellen Verpflichtungen.
  • Die allgemeinen Daten, zum Beispiel das Alter des Kunden, machen sich beim Score unter Umständen auch bemerkbar. Dazu werden diese Daten mit anderen Informationen in Relation gesetzt, zum Beispiel: Vermerke über Zahlungsstörungen in Abhängigkeit zum Lebensalter.

Die Gewichtung der Daten

Wie die einzelnen Daten sich auf den Score auswirken, ist für Verbraucher kaum nachzuvollziehen. Eher verwirrend ist, dass es für das Ergebnis durchaus relevant sein kann, wenn zu einigen Datenarten keine Informationen vorliegen. Dazu nennt die Schufa ein Beispiel: Demnach hat es einen positiven Einfluss auf das Ergebnis, „wenn in der Datenart ,Bisherige Zahlungsstörungen‘ zu einer Person nur positive Informationen zu vertragsgemäßem Verhalten bekannt sind“.

Die Anschrift und der Score

Aufmerksam macht die Schufa auch darauf, dass für den Score „standardmäßig“ keine Anschriften herangezogen werden. Nur wenn ansonsten keine Daten zu einer Person vorliegen und die Vertragspartner es wünschen, spielt auch die Adresse eine Rolle beim Scoring. Und zwar insofern, dass die kreditrelevanten Daten aus der direkten Umgebung der Person für den Score genutzt werden. Die Vermutung, dass nur aufgrund der Anschrift Kredite verweigert werden, ist daher nur bedingt richtig.