Was ist die Selbstauskunft und was kostet sie?

Statt nur zu mutmaßen, welche Informationen bei der Schufa hinterlegt sein könnten, sollten Verbraucher aktiv werden und sich selbst ein Bild vom Datenbestand machen. Für diese Zwecke gibt es die Selbstauskunft der Schufa. Angeboten werden zwei Varianten: die kostenlose Datenübersicht nach Paragraf 34 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) sowie eine gebührenpflichtige Online-Auskunft, die es Nutzern erlaubt, regelmäßig die Daten zu prüfen und gegebenenfalls sofort um eine Änderung bzw. Löschung zu bitten.

Datenübersicht nach §34 BDSG

Die Option, eine Datenübersicht zu erhalten, besteht bei der Schufa schon längere Zeit. Früher musste für diesen Service bezahlt werden. Inzwischen hat der Gesetzgeber klar geregelt, dass Verbraucher einmal pro Jahr Anspruch auf eine kostenlose Auskunft haben. Maßgebend ist Paragraf 34 im Bundesdatenschutzgesetz (Auskunft an den Betroffenen).

Dort heißt es in Satz 1:

Die verantwortliche Stelle [Anmerkung: in dem Fall die Schufa Holding AG] hat dem Betroffenen auf Verlangen Auskunft zu erteilen über 1. die zu seiner Person gespeicherten Daten, auch soweit sie sich auf die Herkunft dieser Daten beziehen, 2. den Empfänger oder die Kategorien von Empfängern, an die Daten weitergegeben werden, und 3. den Zweck der Speicherung.“

Verbraucher, die sich für diese Variante entscheiden, zahlen keinen Cent. Dafür erhalten sie allerdings auch nur einen Teil der Leistungen, die online zur Verfügung gestellt werden. Enthalten ist in der Variante nach §34 BDSG lediglich die Übersicht der Daten. Sie wird in Papierform ausgestellt. Hinweise und Fragen müssen daher ebenfalls schriftlich oder telefonisch an die Schufa gerichtet werden.

Schufa Auskunft online

Deutlich komfortabler ist die Schufa Auskunft online. Sie bietet den entscheidenden Vorteil, immer auf dem Laufenden zu sein. Das heißt: Es ist jederzeit möglich, die Akte aufzurufen und mögliche Änderungen oder Neuerungen zu verfolgen. Das ist insbesondere mit Blick auf den Basis-Score durchaus interessant, wenn es schon einmal Probleme aufgrund der Bonität gab. Der Zugang kostet einmalig 18,50 Euro (inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer; Stand: August 2012) und ist unbefristet. Bei Bedarf kann auch per Mobiltelefon auf die Daten zugegriffen werden. Darüber hinaus können Hinweise und Fragen ganz unkompliziert online gestellt werden. Die Bearbeitung erfolgt entsprechend schneller, als wenn erst der Postweg eingehalten werden muss.