Checkliste für die Kreditaufnahme

Abgehakte Checkliste plus StiftDiese Checkliste übernimmt gleich mehrere Aufgaben, die alle einem Ziel dienen: Sie soll Gewissheit verschaffen, dass man bei der Kreditaufnahme auf dem richtigen Weg ist und nicht aus einer Laune heraus eine Entscheidung trifft, die schon wenig später bitter bereut wird.

Die Grundlage bildet ein Fragenkatalog, den die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen im Rahmen eines vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geförderten Projekts erarbeitet hat. Wie die Ergebnisse gewertet werden, obliegt dann jedem selbst. In dem Zusammenhang weisen wir auf den umfassenden Ratgeber zu Krediten ohne Schufa hin, der die wichtigsten Fragen rund um die Kreditaufnahme beantwortet.

Ist der Kredit wirklich nötig?

Die Ausgangsfrage sollte schlichtweg lauten, ob der Kredit tatsächlich benötigt wird. Diese Frage gewinnt bei Krediten ohne Schufa zusätzlich an Bedeutung. Denn der Entscheidung für die schufafreie Variante geht in der Regel eine Absage von der Haus- oder einer Direktbank voraus. Wenn das Kapital dann ausschließlich für den Konsum und nicht für dringende und unaufschiebbare Anschaffungen oder Reparaturen sein soll, raten Verbraucherschützer genau zu überlegen, ob dieser Schritt Sinn macht. Schließlich geht auch ein Kredit ohne Schufa mit der Verpflichtung einher, die Raten pünktlich und bis zum Laufzeitende zu zahlen.

Welche Kreditsumme ist mit den eigenen Finanzen vereinbar?

Hier geht es ganz einfach darum, ob man sich einen Kredit leisten kann. Entscheidend sind das Einkommen und die laufenden Kosten wie Miete und Versicherungen. Bleibt am Ende des Monats noch genug Geld über und ist noch Luft für nicht erwartete Ausgaben, spiegelt der Restbetrag die maximal mögliche Rate wider. Dieser Wert sollte in Ruhe ermittelt werden. Dazu stellen wir einen Einnahmen- und Ausgaben-Check zur Verfügung. Beachtet werden muss dabei, dass sich das Einkommen im Laufe der Zeit verändern kann – auch nach unten hin – und die laufenden Verpflichtungen gegebenenfalls steigen. Wird zu knapp kalkuliert, drohen spätestens dann Probleme. Wer sich absolut nicht sicher ist, ob der Wunschkredit bezahlbar ist, sollte sich bei einer Verbraucherzentrale erkundigen oder mit der Bank Rücksprache halten.

Sind die Angebote wirklich seriös?

Bei der Suche nach einem Kredit ohne Schufa wird man dann über kurz oder lang auch auf Angebote treffen, die wahre Wunder versprechen, angefangen beim Darlehen ohne Einkommensnachweis bis hin zum Hausfrauenkredit über 100.000 Euro. Dann gilt: Finger weg! Gerade im Bereich der schufafreien Kredite sind nach wie vor sehr viele Betrüger am Werk. Schon die Kontaktaufnahme erweist sich dann mitunter als Kostenfalle. Interessenten sollten sich nur auf Angebote einlassen, bei denen die exakten Konditionen und ein Ansprechpartner genannt werden, Antrag und Bearbeitung kostenfrei sind und keine zusätzlichen Leistungen wie Lebens- oder Rentenversicherungen im Paket sind.

Muss eine Restschuldversicherung sein?

Zur Vorsicht mahnen die Verbraucherzentralen auch bei Restschuldversicherungen. Letztlich nützen sie fast ausschließlich der Bank und verteuern einen Kredit ohne Schufa erheblich. Wird eine Restschuldpolice zur Voraussetzung für die Kreditaufnahme gemacht, lohnt es sich, bei anderen Anbietern zu fragen. Wichtig: Ist die Versicherung Pflicht, müssen die Kosten im effektiven Jahreszins enthalten sein.

Wie finde ich den günstigsten Kredit?

Sind alle Zweifel ausgeräumt und ist die Kreditaufnahme optimal vorbereitet, ist ein Kreditvergleich der einfachste Weg, das günstigste Angebot zu finden. Beachtet werden müssen der effektive Jahreszins, der die Offerten erst vergleichbar macht, sowie die übrigen Konditionen. Sprich: Sind kostenfreie Sonderzahlung erlaubt und darf mit den Raten ausgesetzt werden? Auch die Kosten für die Kreditvermittlung müssen ins Kalkül gezogen werden. Diese Informationen finden sich allesamt in den unverbindlichen Angeboten. Dafür hat die EU-Verbraucherkreditrichtlinie gesorgt. Nur, wenn alle Aspekte stimmen und ausführlich über das Widerrufsrecht informiert wurde, macht es Sinn, den Vertrag zu unterschreiben.